"besser statt mehr"
Das BIP ist als Indikator für den Wohlstand nicht ausreichend, da wichtige qualitative Aspekte nicht berücksichtigt werden. Darum gibt es ergänzende, alternative Messmethoden wie z.B.:
Der ökologische Fußabdruck berechnet die Fläche der Erde, die notwendig ist um den Lebensstandard eines Menschen dauerhaft zu ermöglichen.
Das Land Steiermark setzt dabei Zeichen mit einer „
steirischen Footprint-Initiative".
Der HDI wird jährlich im Human Development Report veröffentlicht und berücksichtigt neben dem BIP die Lebenserwartung und den Bildungsgrad.
Die Initiative wurde vom Lebensministerium und der Universität für Bodenkultur ins Leben gerufen. Wohlstand wird hier als das Spannungsfeld zwischen den vier Werten „Güter" (inkl. z.B. Bildung, Kunst und Kultur), „Gesundheit", „Umwelt" und „Zeit" beschrieben.
Das Land Bhutan legte bereits vor mehreren Jahrzehnten fest, dass nicht Wirtschaftswachstum das wichtigste Entwicklungsziel des Landes sein soll, sondern „Bruttonationalglück". Gemeint ist: Jeder Mensch in Bhutan soll so glücklich wie möglich leben können; die Regierung soll das ermöglichen und die Rahmenbedingungen dafür schaffen.
Am 17. Januar 2011 nahm die Enquete Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" des Deutschen Bundestages ihre Arbeit auf. Dabei soll bis 2013 ein neuer Indikator zur Messung von Wohlstand und Lebensqualität entwickelt werden.
Die französische Regierung unter Nicolas Sarkozy hat im Februar 2008 eine Kommission gebildet, welche Vorschläge für eine differenzierte Messung finden sollte. Die Kommission wurde „Commission on the Measurement of Economic Performance and Social Progress" genannt und Joseph E. Stiglitz übernahm den Vorsitz.
Der Abschlussbericht der Kommission wurde im September 2009 vorgelegt und steht
>hier< für Sie zum download bereit!
Im November 2007 haben die Europäische Kommission, das EU-Parlament, der Club of Rome, die OECD und der WWF die Konferenz „beyond gdp" organisiert. Ziel dieser Konferenz war zu bestimmen welche Indikatoren am ehesten geeignet sind, um Fortschritt zu messen und wie diese am besten in Entscheidungsfindungsprozesse und öffentliche Debatten integriert werden können.
Am 20. August 2009 veröffentlichte die Europäische Kommission ihre Mitteilung "Das BIP und mehr: Die Messung des Fortschritts in einer Welt im Wandel". Die Mitteilung ist ein direktes Ergebnis der „beyond gdp" Konferenz und steht
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Die Werte der Jugend verändern sich im Vergleich zu vorhergehenden Generationen. Das qualitativ gute Leben wird höher bewertet als das Leben im unnötigen Wohlstand.
Industrieländer tragen z.B. durch hohe Treibhausgasemissionen überdurchschnittlich zum Klimawandel bei, jedoch haben weniger entwickelte Länder bereits heute am meisten unter den katastrophalen Auswirkungen zu leiden.







