Wohnbau
Historisch betrachtet gab es einige wichtige Entwicklungen in der Menschheitsgeschichte die zu veränderten Wohnsituationen führten.
„Modernes Wohnen" entstand unter anderem durch die Trennung von Wohn- und Arbeitsraum und mit dieser Veränderung einhergehender Entstehung von Kleinfamilienhaushalten.
Um 1800 kam es vor allem in den bürgerlichen Familien zur Verwirklichung des Wunsches nach Privatsphäre in den eigenen vier Wänden und somit zu einer neuen differenzierten Raumaufteilung.
Im 19. Jahrhundert wurde, durch die zunehmende Verstädterung und der somit rasch ansteigenden Nachfrage, der Wohnungsmarkt zu einem bedeutenden Mechanismus der Wohnungsversorgung. Etagenwohnungen spielten im vorindustriellen Mietwohnbau eine große Rolle und waren vor allem zweckbezogen und auf die damaligen Arbeiten ausgerichtet.
Im heutigen Zeitalter orientiert sich der Wohnbau vor allem an menschliche Bedürfnisse, die sich im Laufe der Zeit immer mehr nach sozialer Verträglichkeit und ökologischer Verantwortung richten.
Niedrigenergie- und Passivhäuser können hier als Stichworte erwähnt werden.
Ein weiterer Aspekt der sich im Laufe der Geschichte kontinuierlich verändert hat sind die Wohnformen. Schon lange lebt nicht nur die „Kernfamilie" - also Eltern und ihre Kinder zusammen. Das moderne Wohnen der heutigen Zeit reicht von Lebensgemeinschaften über bunte Patchworkfamilien bis hin zu Wohngemeinschaften beispielsweise unter SeniorInnen und Studierenden.
Eine neue Herausforderung für Architekten und den steirischen Wohnbau.







